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Ein Roman der mich mit der Wucht einer Naturgewalt getroffen hat und lange nachhallte. Weil er mich mit einem Thema beschäftigt hat, was sonst eher am Rande meine Aufmerksamkeit erhält – der Kampf zwischen Tierschützern und Natur– und Artenschützern. Jeder ist auf seine Weise überzeugt davon, dass “Richtige” zu tun. Und dazwischen – die Natur, die doch immer noch nicht komplett zu bestimmen, zu zähmen ist….so sehr der Mensch es sich auch einbildet.
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Wo fängst du an?, fragt Herr Lavendel. In dir, sagt das Glück. Herr Lavendel hat eine Wäscheleine. Da hängen allerlei Dinge dran, die ihn an manch kleines und großes Erlebnis erinnern. Und jeden Tag kommt wieder etwas Neues dazu. Einmal trifft Herr Lavendel das Meer, einmal pflanzt er eine Idee in einen Blumentopf, aus dem ein Gute-Nacht-Gedicht für Hannelore wächst, einmal fliegt Herr Lavendel zusammen mit einer Hummel von Blüte zu Blüte Er begegnet aber auch dem Glück und dem Tod. Und immer wieder seiner Hannelore.
Für große und kleine Leser zum Schmunzeln, Nachdenken und Plaudern. Fragen fordern auf spielerische Weise heraus, sich mit den Erlebnissen von Herrn Lavendel zu beschäftigen.

Im Englischen lautet der Titel ein wenig passender “The Slap“. Ausgehend von dieser Ohrfeige die ein kleines Kind auf einem Barbecue unter Freunden bekommt (allerdings nicht von den Eltern) entfaltet sich anhand von 8 Episoden ein Blick auf die unterschiedlichen Lebensentwürfe der Freunde – und vor allem ein Blick hinter die Fassade, hinter der es bei allen nicht halb so gut aussieht, wie sie vorgeben… Und anhand der Ohrfeige stellt sich die Frage: wofür stehen die Freunde? Wer hält zu wem? Welche Moral wird vertreten – und was kann man für sich selbst verantworten?
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Dieses Buch habe ich von einer sehr lieben Freundin empfohlen bekommen. Die Teilacher (eine Bezeichnung aus dem Jiddischen für die jüdischen Haustürvertreter) beschreibt eine Gruppe dieser Händler in Frankfurt nach Ende des Krieges. Wir haben es (aufgrund der Nähe zu Frankfurt) sowieso schon ganz gut verkauft und wie es dann so ist – man will dieses Buch gerne lesen, was so läuft wie geschnitten Brot, es ist aber nicht die rechte Zeit dazu. Nun endlich habe ich es gelesen und fragte mich: Warum nicht schon früher? So ein feines Buch!
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Manche Bücher rühren einen aufgrund der eigenen Biographie mehr an, als andere. Hier kann ich nur für mich, völlig subjektiv und persönlich sagen, es hat mich sehr berührt und demütig werden lassen und beim Lesen habe ich wirklich Taschentücher gebraucht. Es ist ein kleines, schmales Bändchen das Servan-Schreiber kurz vor seinem Tod noch vollendet hat. Indem er über das Sterben schreibt, so schreibt er auch gleichzeitig über das Leben und bei so vielen Gedanken habe ich mich angesprochen gefühlt.
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Meine erste Begegnung mit dieser Autorin und nach der Lektüre kann ich sagen – ganz sicher auch nicht meine letzte! Durlacher beschreibt eine Familie die in einen Strudel von Ereignissen gerät, die diese zunächst nicht einordnen kann – und die doch zusammenhängen und deren Gründe weit in die Familienvergangenheit zurückreichen. Beklemmend mit vielen Spannungsmomenten und so packend geschrieben, dass ich teilweise fast das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. In diesem Familiendrama greifen die unterschiedlichen Rädchen der Geschichte lückenlos ineinander über, genauso wie mich viele der sehr direkten, ehrlichen Beobachtungen dieser Menschen berührt haben und ich so manche Sätze zweimal las. Definitiv ein Lesetipp!

Google und viele andere große Plattformen treiben die Entwicklung zur “Personalisierung” massiv voran: Die Nutzer bekommen im Internet nur noch das zu sehen, was zu ihrem Profil passt. Das kann sinnvoll sein: Bei der Eingabe des Stichwortes “Golf” erfährt der passionierte Golfer alles über seine Lieblingssportart, während der Autonarr nur Informationen zum VW Golf geliefert bekommt. Doch politisch sind die Folgen gravierend:
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„Die Stelle, an der sich sein linkes Ohr befunden hatte, pochte im Rhythmus seines Herzschlags. Schnell, panisch. Sein Atem ging in kurzen, lauten Stößen. Wenige Schritte von ihm entfernt, beugte Nora sich über den Tisch, auf dem die Pistole und das Messer lagen. Ihr Gesicht war verzerrt, aber sie weinte nicht mehr. ‚Bitte’, flüsterte er heiser. ‚Ich will nicht. Bitte.’“
(S. 5)
Auf einer Kuhwiese wird eine weibliche Leiche gefunden. Es ist Nora Papenberg. Auf ihren Fußsohlen sind merkwürdige Zahlenkombinationen eintätowiert – Koordinaten wie sich später herausstellt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Stefan entdecken Beatrice und Florin von der Salzburger Polizei schließlich den Zusammenhang zum Geocaching. Die Koordinaten markieren einen Ort, an dem die Polizei weitere Leichenteile finden. Und ein Rätsel….
Das Buch beginnt meiner Meinung nach grandios. Im Prolog, dessen Anfang ich oben wiedergegeben habe, scheint ganz klar Nora Papenberg die Täterin zu sein. Liest man einige Seiten weiter, findet man Nora tot auf einer Kuhwiese. Ist sie Täter und Opfer zugleich?

Die meisten kennen ein solches Gefühl: Man wacht aus einem Traum auf, der einen in einem solchen Ausmaß emotional mitgenommen hat, dass er einen den ganzen Tag nicht mehr verlässt. So ähnlich fühlt es sich an, wenn man die letzte Seite von „“ von James Sallis gelesen hat und das Buch zuklappt. Man schlurft leicht angeschlagen durch die Wohnung und mag sich nicht so recht wieder einfinden in die Realität.
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Voller Wucht und Eindringlichkeit schildert Zeruya Shalev die Facetten einer Familie über 3 Generationen — in einer bildhaften, wundervollen Sprache die einen berührt zurücklasst…Meine erste Shalev und ganz sicher nicht meine letzte! Ja, man braucht einige Tage (und Ruhe!) für das Buch, weil es wirken muss — die Sätze sind lang, manches Mal fast ohne Anfang und Ende, aber genau das ist es was für mich den Reiz des Romans ausmacht.
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