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Wenn das Schlachten vorbei ist von T.C. Boyle


Wenn das Schlachten vorbei ist

Ein Roman der mich mit der Wucht einer Natur­ge­walt getrof­fen hat und lange nach­hallte. Weil er mich mit einem Thema beschäf­tigt hat, was sonst eher am Rande meine Auf­merk­sam­keit erhält – der Kampf zwi­schen Tier­schüt­zern und Natur– und Arten­schüt­zern. Jeder ist auf seine Weise über­zeugt davon, dass “Rich­tige” zu tun. Und dazwi­schen – die Natur, die doch immer noch nicht kom­plett zu bestim­men, zu zäh­men ist….so sehr der Mensch es sich auch ein­bil­det.

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Herr Lavendel von Michael Roher


Herr Lavendel

Wo fängst du an?, fragt Herr Laven­del. In dir,  sagt das Glück. Herr Laven­del hat eine Wäsche­leine. Da hän­gen aller­lei Dinge dran, die ihn an manch klei­nes und gro­ßes Erleb­nis erin­nern. Und jeden Tag kommt wie­der etwas Neues dazu. Ein­mal trifft Herr Laven­del das Meer, ein­mal pflanzt er eine Idee in einen Blu­men­topf, aus dem ein Gute-Nacht-Gedicht für Han­ne­lore wächst, ein­mal fliegt Herr Laven­del zusam­men mit einer Hum­mel von Blüte zu Blüte Er begeg­net aber auch dem Glück und dem Tod. Und immer wie­der sei­ner Hannelore.

Für große und kleine Leser zum Schmun­zeln, Nach­den­ken und Plau­dern. Fra­gen for­dern auf spie­le­ri­sche Weise her­aus, sich mit den Erleb­nis­sen von Herrn Laven­del zu beschäftigen.

Nur eine Ohrfeige von Christos Tsiolkas


Nur eine Ohrfeige

Im Eng­li­schen lau­tet der Titel ein wenig pas­sen­der “The Slap“. Aus­ge­hend von die­ser Ohr­feige die ein klei­nes Kind auf einem Bar­be­cue unter Freun­den bekommt (aller­dings nicht von den Eltern) ent­fal­tet sich anhand von 8 Epi­so­den ein Blick auf  die unter­schied­li­chen Lebens­ent­würfe der Freunde – und vor allem ein Blick hin­ter die Fas­sade, hin­ter der es bei allen nicht halb so gut aus­sieht, wie sie vor­ge­ben… Und anhand der Ohr­feige stellt sich die Frage: wofür ste­hen die Freunde? Wer hält zu wem? Wel­che Moral wird ver­tre­ten – und was kann man für sich selbst ver­ant­wor­ten?

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Die Teilacher von Michel Bergmann


Die Teilacher

Die­ses Buch habe ich von einer sehr lie­ben Freun­din emp­foh­len bekom­men. Die Tei­la­cher (eine Bezeich­nung aus dem Jid­di­schen für die jüdi­schen Haustür­ver­tre­ter) beschreibt eine Gruppe die­ser Händ­ler in Frank­furt nach Ende des Krie­ges. Wir haben es (auf­grund der Nähe zu Frank­furt) sowieso schon ganz gut ver­kauft und wie es dann so ist – man will die­ses Buch gerne lesen, was so läuft wie geschnit­ten Brot, es ist aber nicht die rechte Zeit dazu. Nun end­lich habe ich es gele­sen und fragte mich: Warum nicht schon frü­her? So ein fei­nes Buch!

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Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl von David Servan-Schreiber


Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl

Man­che Bücher rüh­ren einen auf­grund der eige­nen Bio­gra­phie mehr an, als andere. Hier kann ich nur für mich, völ­lig sub­jek­tiv und per­sön­lich sagen, es hat mich sehr berührt und demü­tig wer­den las­sen und beim Lesen habe ich wirk­lich Taschen­tü­cher gebraucht. Es ist ein klei­nes, schma­les Bänd­chen das Servan-Schreiber kurz vor sei­nem Tod noch voll­en­det hat. Indem er über das Ster­ben schreibt, so schreibt er auch gleich­zei­tig über das Leben und bei so vie­len Gedan­ken habe ich mich ange­spro­chen gefühlt.

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Der Sohn von Jessica Durlacher


Der Sohn

Meine erste Begeg­nung mit die­ser Auto­rin und nach der Lek­türe kann ich sagen – ganz sicher auch nicht meine letzte! Dur­la­cher beschreibt eine Fami­lie die in einen Stru­del von Ereig­nis­sen gerät, die diese zunächst nicht ein­ord­nen kann – und die doch zusam­men­hän­gen und deren Gründe weit in die Fami­li­en­ver­gan­gen­heit zurück­rei­chen. Beklem­mend mit vie­len Span­nungs­mo­men­ten und so packend geschrie­ben, dass ich teil­weise fast das Gefühl hatte,  einen Thril­ler zu lesen. In die­sem Fami­li­en­drama grei­fen die unter­schied­li­chen Räd­chen der Geschichte lücken­los inein­an­der über, genauso wie mich viele der sehr direk­ten, ehr­li­chen Beob­ach­tun­gen die­ser Men­schen berührt haben und ich so man­che Sätze zwei­mal las. Defi­ni­tiv ein Lesetipp!

Filter Bubble von Eli Pariser


Filter Bubble

Google und viele andere große Platt­for­men trei­ben die Ent­wick­lung zur “Per­so­na­li­sie­rung” mas­siv voran: Die Nut­zer bekom­men im Inter­net nur noch das zu sehen, was zu ihrem Pro­fil passt. Das kann sinn­voll sein: Bei der Ein­gabe des Stich­wor­tes “Golf” erfährt der pas­sio­nierte Gol­fer alles über seine Lieb­lings­sport­art, wäh­rend der Auto­narr nur Infor­ma­tio­nen zum VW Golf gelie­fert bekommt. Doch poli­tisch sind die Fol­gen gra­vie­rend:

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Fünf von Ursula Poznanski


Fünf

„Die Stelle, an der sich sein lin­kes Ohr befun­den hatte, pochte im Rhyth­mus sei­nes Herz­schlags. Schnell, panisch. Sein Atem ging in kur­zen, lau­ten Stö­ßen. Wenige Schritte von ihm ent­fernt, beugte Nora sich über den Tisch, auf dem die Pis­tole und das Mes­ser lagen. Ihr Gesicht war ver­zerrt, aber sie weinte nicht mehr. ‚Bitte’, flüs­terte er hei­ser. ‚Ich will nicht. Bitte.’“
(S. 5)

Auf einer Kuh­wiese wird eine weib­li­che Lei­che gefun­den. Es ist Nora Papen­berg. Auf ihren Fuß­soh­len sind merk­wür­dige Zah­len­kom­bi­na­tio­nen ein­tä­to­wiert – Koor­di­na­ten wie sich spä­ter her­aus­stellt. Gemein­sam mit ihrem Kol­le­gen Ste­fan ent­de­cken Bea­trice und Flo­rin von der Salz­bur­ger Poli­zei schließ­lich den Zusam­men­hang zum Geo­ca­ching. Die Koor­di­na­ten mar­kie­ren einen Ort, an dem die Poli­zei wei­tere Lei­chen­teile fin­den. Und ein Rätsel….

Das Buch beginnt mei­ner Mei­nung nach gran­dios. Im Pro­log, des­sen Anfang ich oben wie­der­ge­ge­ben habe, scheint ganz klar Nora Papen­berg die Täte­rin zu sein. Liest man einige Sei­ten wei­ter, fin­det man Nora tot auf einer Kuh­wiese. Ist sie Täter und Opfer zugleich?

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Der Killer stirbt von James Sallis


Der Killer stirbt

Die meis­ten ken­nen ein sol­ches Gefühl: Man wacht aus einem Traum auf, der einen in einem sol­chen Aus­maß emo­tio­nal mit­ge­nom­men hat, dass er einen den gan­zen Tag nicht mehr ver­lässt. So ähnlich fühlt es sich an, wenn man die letzte Seite von „“ von James Sal­lis gele­sen hat und das Buch zuklappt. Man schlurft leicht ange­schla­gen durch die Woh­nung und mag sich nicht so recht wie­der ein­fin­den in die Rea­li­tät.

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Für den Rest des Lebens von Zeruya Shalev


Für den Rest des Lebens

Vol­ler Wucht und Ein­dring­lich­keit schil­dert Zeruya Sha­lev die Facet­ten einer Fami­lie über 3 Gene­ra­tio­nen — in einer bild­haf­ten, wun­der­vol­len Spra­che die einen berührt zurücklasst…Meine erste Sha­lev und ganz sicher nicht meine letzte! Ja, man braucht einige Tage (und Ruhe!) für das Buch, weil es wir­ken muss — die Sätze sind lang, man­ches Mal fast ohne Anfang und Ende, aber genau das ist es was für mich den Reiz des Romans aus­macht.

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Spiegel Bestseller Belletristik (20/2012)


  1. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson
  2. Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe von Suzanne Collins
  3. Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele von Suzanne Collins
  4. Die Tribute von Panem. Flammender Zorn von Suzanne Collins
  5. Das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen
  6. Mein Weg zu dir von Nicholas Sparks
  7. Die Tränen der Maori-Göttin von Sarah Lark
  8. Delikatessen von Martin Walker
  9. Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec
  10. Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt

Spiegel Bestseller Sachbücher (20/2012)


  1. Samuel Koch. Zwei Leben von Christoph Fasel
  2. Ziemlich beste Freunde von Philippe Pozzo di Borgo
  3. Die Kunst des klaren Denkens von Rolf Dobelli
  4. Freiheit von Joachim Gauck
  5. Vom Verzehr wird abgeraten von Hans-Ulrich Grimm
  6. Selfmade von Carsten Maschmeyer
  7. Joachim Gauck von Norbert Robers
  8. Knast von Joe Bausch
  9. Interview mit dem Tod von Jürgen Domian
  10. Je oller, je doller von Bill Mockridge

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Regionale Literaturszene


Befreundete Autoren


  • Original Hanau: Der Underground-Künstler Helmut Wenske alias Chris Hyde
  • Literatur lokal: Das Literaturforum Hanau
  • Hartmut Barth-Engelbart ist der immer noch der alte Revoluzzer. Urgestein der Hanauer Szene, Lehrer, Musiker und Schriststeller.
  • Georg Klein erhielt 1999 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau, u.a. für seinen geheimnisvollen Agentenroman "Libisdissi". Leider ist die Website des Autors derzeit nicht aktiv. Näheres gibts bei Perlentaucher.
  • Claudia Schreiber ist die Autorin von "Emmas Glück", das bei der Aktion "Hanau liest ein Buch" im Juni 2005 von besonders vielen Hanauern und Hanauerinnen gelesen wurde. Zuletzt las sie für uns aus dem satirischen "Naturführer" "Heimische Frauenarten" im Frühjahr 2010.
  • Jan Seghers (Frankfurt-Krimi) alias Matthias Altenburg (literarische Romane) las bei uns aus seinen Krimis "Ein allzu schönes Mädchen" (2004) sowie "Die Braut im Schnee" (2005). Zuletzt las er für uns aus dem vierten Krimi um Kommissar Robert Marthaler "Die Akte Rosenherz" im Frühjahr 2010 (siehe "Rückblick).
  • Matthias Fischer las im Dezember 2007 bei uns aus seinem zweiten Main-Kinzig-Krimi "Tödliche Verwandlung" sowie aus dem dritten Teil "Schlafender Drache" im Dezember 2009 (siehe "Rückblick).
  • Jutta Wilke, lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in einem gemütlichen Haus in Hanau. Ihre Geschichten schreibt sie am liebsten dort, wo bei ihr das Leben tobt - am Küchentisch. Einblicke in ihr Leben als Autorin gibt sie im eigenen Autoren-Blog Ihr Jugendbuch "Holundermond" erschien Anfang 2011! Alle Bücher von Jutta Wilke anzeigen

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