Homo Deus von Yuval Noah Harari


Yuval Noah Harari

Yuval Noah Harari ist einer dieser genialen, universell gebildeten, gelehrten jungen Menschen, die es verstehen, komplexe Themen verständlich und in diesem Fall sogar äußerst spannend und humorvoll zu präsentieren.

Harari fragt in „Homo Deus“, wohin die Menschheit geht,

angesichts der allumfassenden Digitalisierung und der Herrschaft von Logik und Rationalität. Dafür schlägt er einen riesigen Bogen durch die Menschheitsgeschichte, die er in verschiedene Phasen aufteilt:

 

  • Die frühen Jäger- und Sammlergesellschaften, die sich als Teil der Natur sahen und tierische Gottheiten anbeteten.
  • Mit dem Übergang zu Ackerbau und Viehzucht fing der Mensch an, die Natur zu beherrschen und sich moralisch über sie zu stellen. Damit einher geht das Entstehen der monotheistschen Religionen, die dem Menschen die Legitimation dazu lieferten („Macht euch die Erde untertan“).
  • Naturwissenschaften und Aufklärung schließlich setzten an die Stelle der göttlichen Allmacht den Humanismus, für den die Selbstverwirklichung des Menschen das höchste Gut ist. Die Vernunft ersetzt den Glauben, das Streben nach individuellem Glück wird zum Menschenrecht erklärt.

 

Der nächste Schritt wäre, so warnt Harari, dass das menschliche Glück als höchster Wert ersetzt wird durch die Macht der Algorithmen, die irgendwann alles besser werden entscheiden können als die Menschen, die eines Tages vielleicht nur noch als inkompetente Anhängsel der anonymen Optimierungslogik zwangsläufig an Wert verlieren.

Trotz des düsteren Ausblicks folgt man diesem Ritt durch die menschliche Entwicklung als LeserIn mit Faszination und Vergnügen bis zur letzten der über 500 Seiten. Allein schon, weil man en passant erfährt, was gepflegte Rasenflächen mit Macht zu tun haben, wie fragwürdig das Konstrukt des „freien Willens“ ist oder warum Goggle eine herannahende Grippewelle besser voraussagen kann als ärztliche Gesundheitsregister. Dieses Buch zu lesen, ist ein absoluter Gewinn!

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Spiegel Bestseller Belletristik (33/2017)


  1. Die Geschichte der Bienen von Lunde, Maja
  2. Zeiten des Aufbruchs von Korn, Carmen
  3. Corruption von Winslow, Don
  4. Stille Wasser von Leon, Donna
  5. Die Magie der tausend Welten. Die Mächtige von Canavan, Trudi
  6. Meine geniale Freundin von Ferrante, Elena
  7. Selfies von Adler-Olsen, Jussi
  8. Der letzte Befehl von Child, Lee
  9. Beren und Lúthien von Tolkien, J.R.R.
  10. Die fremde Königin von Gablé, Rebecca

Spiegel Bestseller Sachbücher (33/2017)


  1. Wunder wirken Wunder von Hirschhausen, Dr. med. Eckart von
  2. Heilen mit der Kraft der Natur von Michalsen, Prof. Dr. Andreas
  3. Das geheime Leben der Bäume von Wohlleben, Peter
  4. Homo Deus von Harari, Yuval Noah
  5. Penguin Bloom von Bloom, Cameron; Greive, Bradley Trevor
  6. Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur von Wulf, Andrea
  7. Wer wir waren von Willemsen, Roger
  8. Das Zeitalter des Zorns von Mishra, Pankaj
  9. Sonst knallt´s! von Weik, Matthias; Werner, Götz W.; Friedrich, Marc
  10. Die Getriebenen von Alexander, Robin

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  • Georg Klein erhielt 1999 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau, u.a. für seinen geheimnisvollen Agentenroman "Libisdissi". Leider ist die Website des Autors derzeit nicht aktiv. Näheres gibts bei Perlentaucher.
  • Claudia Schreiber ist die Autorin von "Emmas Glück", das bei der Aktion "Hanau liest ein Buch" im Juni 2005 von besonders vielen Hanauern und Hanauerinnen gelesen wurde. Zuletzt las sie für uns aus dem satirischen "Naturführer" "Heimische Frauenarten" im Frühjahr 2010.
  • Jan Seghers (Frankfurt-Krimi) alias Matthias Altenburg (literarische Romane) las bei uns aus seinen Krimis "Ein allzu schönes Mädchen" (2004) sowie "Die Braut im Schnee" (2005). Zuletzt las er für uns aus dem vierten Krimi um Kommissar Robert Marthaler "Die Akte Rosenherz" im Frühjahr 2010 (siehe "Rückblick).
  • Matthias Fischer las im Dezember 2007 bei uns aus seinem zweiten Main-Kinzig-Krimi "Tödliche Verwandlung" sowie aus dem dritten Teil "Schlafender Drache" im Dezember 2009 (siehe "Rückblick).
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