
Meine erste Begegnung mit dieser Autorin und nach der Lektüre kann ich sagen – ganz sicher auch nicht meine letzte! Durlacher beschreibt eine Familie die in einen Strudel von Ereignissen gerät, die diese zunächst nicht einordnen kann – und die doch zusammenhängen und deren Gründe weit in die Familienvergangenheit zurückreichen. Beklemmend mit vielen Spannungsmomenten und so packend geschrieben, dass ich teilweise fast das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. In diesem Familiendrama greifen die unterschiedlichen Rädchen der Geschichte lückenlos ineinander über, genauso wie mich viele der sehr direkten, ehrlichen Beobachtungen dieser Menschen berührt haben und ich so manche Sätze zweimal las. Definitiv ein Lesetipp!

Voller Wucht und Eindringlichkeit schildert Zeruya Shalev die Facetten einer Familie über 3 Generationen — in einer bildhaften, wundervollen Sprache die einen berührt zurücklasst…Meine erste Shalev und ganz sicher nicht meine letzte! Ja, man braucht einige Tage (und Ruhe!) für das Buch, weil es wirken muss — die Sätze sind lang, manches Mal fast ohne Anfang und Ende, aber genau das ist es was für mich den Reiz des Romans ausmacht.
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Es wundert mich absolut nicht, das Barnes für diesen Roman den Booker Prize bekommen hat. Von der ersten Seite an war ich in der Szenerie, es enthüllt sich nach und nach das Gesamtkunstwerk dieses Romans, es ist spannend, voller Wendungen und doch so schmerzlich nah an eigenen Erfahrungen, die man mit dem Protagonisten teilt — wow! Hier hat für mich wirklich alles gepasst — die Sprache, der Aufbau, die Geschichte, einfach alles. Das Buch hat mich berührt und begeistert zurückgelassen und jedesmal wenn ich darüber rede, gerate ich ins Schwärmen und bin ziemlich ergriffen. Wirklich, empfehlenswert, bitte kaufen, bitte ausleihen, Hauptsache - lesen!

Der beklemmend aktuelle Thriller von Bestsellergarant Robert Harris. Weiterlesen »
Für die Öffentlichkeit ist er ein Unbekannter, aber in den geheimen inneren Zirkeln der Superreichen ist Alex Hoffmann eine lebende Legende, ein visionärer Wissenschaftler, der eine Software entwickelt hat, die an den Börsen der Welt Milliardengewinne erzielt. Nun hat es jemand auf ihn abgesehen, und es beginnt für ihn eine albtraumhafte Zeit aus Angst und Schrecken. Kann er die Geister, die er rief, wieder loswerden? Oder stürzt er unaufhaltbar in den Abgrund und mit ihm die Finanzmärkte der Welt?

Nach einigen Jahren habe ich dieses Buch nun noch einmal gelesen und bin wieder hin und weg. Sjón hat die Gabe mit wenigen Worten eine Welt zu erschaffen, aus Naturgewalten werden Schönheit und Wahrheit.
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Das freut einen doch: Wenn das Buch, das man gerade mit wachsender Begeisterung liest (und das tue ich gerade), mit dem Deutschen Buchpreis gekrönt wird! Man kann Eugen Ruge nur gratulieren: Zum Preis natürlich, vor allem aber zu diesem wirklich großen Wurf, der ihm mit diesem Roman gelungen ist.
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Die Geschichte einer Vater-Tochter-Beziehung, die erst wachsen muss, sich aber zu einer großen Liebe entwickelt. Arnljótur ist 22 Jahre alt. Er hat vor einigen Jahren seine Mutter verloren, mit der er die Liebe zu Pflanzen teilte. Seit langem träumt er davon in einem alten Klostergarten Rosen zu züchten und so macht er sich mit einigen Rosenstöcklingen aus dem Gewächshaus seiner verstorbenen Mutter auf und lässt sein altes Leben hinter sich…
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Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Was ich bisher nur aus den Nachrichten oder Sachbüchern kannte, bekam ein Gesicht, eine Stimme. Diese 253 Seiten brachten mich den Isländern und ihrem Schicksal näher und ich bin dankbar für dieses Wissen, das mir hilft, sie und ihre Situation noch besser zu verstehen. Takk fyrir!
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“Finsternis liegt über der Welt und verschluckt dieses Land, in dem man sich sieben Monate des Jahres am liebsten mit Schokolade ernähren würde, um das Hirn mit Endorphinen zu ertränken.” Jónsdóttir erzählt mit einer wunderbar leichten und fließenden Sprache, dass man die Dunkelheit und den Winter fast vergisst.

Alle Anwälte sollten schreiben können: Schriftsätze, Gutachten, Plädoyers. Manche von Ihnen wechseln sogar ins Romanfach, so auch Ferdinand von Schirach. Der Berliner Rechtsanwalt hat bereits zwei Bände mit Erzählungen veröffentlicht, in denen er über bewegende Fälle aus seiner Arbeit als Strafverteidiger berichtet: „Verbrechen“ und „Schuld“. In seinem neuen Buch „Der Fall Collini“ hat er sich nun von seinen realen Fällen gelöst, aber doch eigene Erfahrungen verarbeitet: Seine Arbeit als Strafverteidiger und die nicht unbedeutende Tatsache, dass sein Großvater Baldur von Schirach von 1931 bis 1941 Reichsjugendführer der NSDAP war und von da an bis zum Kriegsende Gauleiter in Wien.
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