Moosflüstern von Joachim B. Schmidt


Joachim B. Schmidt

Nachdem ich ein so begeisterter Leser des neuen Romans „Kalmann“ von Joachim B. Schmidt war, habe ich mal geschaut, was es von dem Schweizer Autor denn noch zu lesen gibt. Und bin auf „Moosflüstern“ gestoßen, das mich auch wieder sofort in seinen Bann gezogen hat. Wie schon „Kalmann“ spielt auch dieser 2017 erschienene Roman zum großen Teil auf Island, wo Joachim B. Schmidt seit vielen Jahren lebt.

Der Protagonist Heinrich begibt sich auf die Spuren seiner Mutter, die nach dem Krieg Deutschland und damit ihre Familie verlassen hat, als Heinrich noch ein Kleinkind war. In der Gegenwartesebene des Romans, 1969, lebt er als Bauingenieur in der Schweiz, hat selbst Familie und steht scheinbar mit beiden Beinen im Leben. Aber der Untergrund ist brüchig: Die Ehe kriselt, erst jetzt erfährt er, dass seine längst tot geglaubte Mutter bis vor Kurzem noch in Island gelebt hat. Und durch ein berufliches Versäumnis hat er womöglich große Schuld auf sich geladen, die wie ein Mühlstein auf seinen Schultern lastet. Irritiert und spontan bricht er zu einer Reise nach Island auf, die sein ganzes wohlgeordnetes Leben in Frage zu stellen scheint . . . Wieder ein wunderbar einfühlsames Buch von Joachim B. Schmidt, mit leiser Ironie geschrieben und mit einem wahrhaft furiosen und bewegenden Ende! Dringende Empfehlung: Lesen!

Zur Vorstellung von Kalmann

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