Offene See von Benjamin Myers


Die Sprache des Buches ist überwältigend schön. Die Worte und Sätze werden zu lebendigen Bildern und hauchen den Figuren Leben ein. Fast hat man das Gefühl selbst durch satte Wiesen zu streifen und das Meer im Hintergrund zu hören. Die detaillierte Erzählung ist hier nicht langatmig, sondern macht den Charme des Buches aus.

Wer „Alte Sorten“ (von Ewald Arenz, Anm. d. Red.) gelesen hat, sollte auch dieses Buch lesen. Das Thema ähnelt, alte Wunden, die verheilen müssen, alte Strukturen, die durch einen Impuls von außen aufgebrochen werden. Allerdings ist „Offene See“ viel positiver in der Darstellung und den Charakteren. Im Nachkriegsengland findet ein junger Mann seinen Weg und seine Bestimmung, die weit ab von den Hoffnungen und Erwartungen seiner Eltern liegt. Gleichzeitig kann eine (alte) Frau Versöhnung mit der Vergangenheit finden und das Leben neu entdecken. Und bei diesem Prozeß fehlt weder der Witz noch der Genuss… die beschriebenen Mahlzeiten regen fast zum Nachkochen an.
Ich finde das Buch absolut lesenswert.

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